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Der Rittner Themenweg



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Nostalgie am Ritten

Der hier verwirklichte Themenweg soll die Möglichkeit geben, auf einer entspannenden Wanderung den Ritten und seine Eigenheiten kennen zu lernen.Bei den verschiedenen Stationen sind Schilder aufgestellt, welche das Gesehene beschreiben und ein wenig erklären sollen. Der Rittner Themenweg hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Mythen zu entzaubern, sondern vielmehr versucht er durch einfache Erklärungen die Phänomene zu erläutern auf welche man am "Wanderbaren" Ritten Stößt


1) Die Weichen sind gestellt
Südtirols schönste Bahntrasse das Rittner Bahndl verbindet seit 1907 regelmäßig die Ortschaften Maria Himmelfahrt, Oberbozen, Wolfsgruben, Lichtenstern und Klobenstein.

2) Auf Kaisers Spuren
Bereits zur Zeit der Räter führte eine Straße über den Ritten, welche viele Jahre später nicht zu Unrecht die Bezeichnung Kaiserstraße erhielt: über 60 historisch nachgewiesene Kaiserzüge nahmen die damals beschwerliche Verbindung auf sich, weil bis 1480 die enge Eisackschlucht nicht befahrbar gewesen ist.

3) Ein trockenes Kapitel
Der Ritten besteht aus Porphyr. Dieses Gestein ist sehr zerklüftet. da sich seit dem Ende der Eiszeit eine zu schwache Verwitterungskrume gebildet hat, welche das Wasser speichern würde, fließt das Regenwasser in unterirdischen Speicher ab und ist so für das Hochplateau für immer verloren.

4) Faszinierendes Kommen und Gehen
Am Ritten gibt es mehrere Erdpyramiden, die kaum an einem anderen Ort in ganz Europa so hoch und formschön sind wie hier. Die durch Erosion entstehenden Gebilde sind je nach Witterung einem baldigen Untergang geweiht.

5) Stumme Zeitzeugen der Erdgeschichte
Die Gründe für Entwicklung der Erdpypramiden liegt weit zurück in der Erdgeschichte: in der Späteiszeit nämlich formte der vom Eisacktaler Hauptgletscher abgelagerte Moränenlehm bis zu 15 m hohe Steilwände. Dort wo größere Steine auf diesem Lehm gelegen haben, wurden nun die Erdpyramiden buchstäblich herausgewaschen. (Bild Text: Zeitzeugen)

6) Das purpurfarbene Gestein
Der Ritten liegt geologisch im Bereich des Quarzporphyrs. Quarzporphyr ist meist ein hartes Gestein. Sein Aussehen ist recht unterschiedlich, meist hat er aber ein rötliches Aussehen und von dieser Farbe hat er auch seinen Namen erhalten: das mittellateinische Wort "porphyreum" bedeutet nämlich purpurfarben.

7) Zu Ehren der Heiligen Georg und Jakob
Das ursprüngliche Kirchlein wird 1289 erstmals erwähnt. Aus dieser Zeit ist heute wenig erhalten: die Langhausmauern und die Rundapsis. Im 17. Jahrhundert entstand das Tonnengewölbe und auch die Fenster erhielten die heutige Form. den Schlüssel zur Besichtigung der Kirche erhalten Sie im Verkehrsbüro am Bahnhof Oberbozen. (Tel.: +39 0471 345245)

8) Eine Bahn mit Geschichte
1905 vom Bozner Stadtrat beschlossen, eine elektrische Zahnradbahn auf den Ritten zu bauen, 1906 rückten die Arbeiter der Baufirma Riehl an, 18 Monate nach dem Baubeginn wurde die Bahn festlich in Betrieb genommen.

9) Der Sommerhitze entrinnen
Vor etwa 500 Jahren hat am Ritten die Sommerfrische begonnen: die wohlhabenden Bozner zogen sich auf den Ritten zurück, um hier der drückenden Hitze des Talkessels zu entrinnen. In den Ortschaften Maria Himmelfahrt, Oberbozen, Lengmoos und Klobenstein zeugen heute noch die prächtigen Bauten (Denkmalschutz) vom Glemmer der damaligen Zeit.

 

 
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